| Österreich ist eine Biernation. Das kann man mit Fug und Recht behaupten, schließlich weist Österreich, auf die Gesamtbevölkerung gerechnet, die größte Brauereidichte der EU auf. |
| Erfolgsbilanz 2008 für heimische Brauereien |
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Wien, 23. Februar 2009 Erfolgsbilanz 2008 für heimische Brauereien: Österreich ist „Bier-Vizeweltmeister“Im Jahr 2008 haben die Österreicher insgesamt mehr als 8,6 Mio. Hektoliter Bier konsumiert – das ist ein Plus von 2 Prozent gegenüber 2007. Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Biernationen wie etwa Belgien, Großbritannien oder den Niederlanden kann die Alpenrepublik ein Wachstum vorweisen. Mit einem Pro Kopf Verbrauch von 109,3 Liter ist Österreich nun „Bier-Vizeweltmeister“ hinter Tschechien. Trotzdem leidet auch die Brauwirtschaft stark unter dem Kostendruck und zusätzlich unter der hohen Biersteuer in Österreich. „Dem Jahr 2009 sehen wir aufgrund dieser Kostenentwicklung und nicht zuletzt auch infolge der weltweit angespannten Wirtschaftslage mit gemischten Gefühlen entgegen“, betonte DI Dr. Markus Liebl, Obmann des Verbandes der Brauereien Österreichs. Österreich überholt DeutschlandInsgesamt verkauften die österreichischen Brauereien 2008 um 2,2 Prozent mehr Bier als im Jahr zuvor. Mit 109,3 Liter Pro-Kopf-Verbrauch Bier – ohne alkoholfreies Bier und Malztrunk – hat Österreich den Nachbarn Deutschland (108 Liter) im Ranking überholt und befindet sich damit international nach Tschechien auf dem 2. Platz der Biernationen. Märzen dominiert den Markt, gute Entwicklung bei SpezialitätenAuch 2008 war das helle, mild-hopfenbittere Lager-/Märzenbier mit über 5,5 Mio. Hektoliter und einer Steigerung um 3,1 Prozent wieder der Star unter den Biersorten. Sonstige Vollbiere belegen den Platz 2 im Biersortenranking – und auch hier zeigt sich ein Plus von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Darauf folgt das Schankbier, das um 4,1 Prozent zulegte. Erfreulich ist aber auch die Entwicklung bei Spezialitäten: So gab es etwa Absatzsteigerungen bei Leichtbier (+ 45,8 Prozent), beim Radler (+ 8,3 Prozent) und beim Bockbier mit 5,6 Prozent. Am liebsten Bier in der GlasflascheRund die Hälfte des Bieres wird in Österreich in Glasflaschen verkauft. Dabei wurden 2008 mit einem Plus von 12 Prozent verstärkt 0,33 l-Einweg- und Mehrwegflaschen konsumiert. Bei der Dose ist nach zwei Jahren Stagnation ein Zuwachs von 11,3 Prozent zu verzeichnen, wobei der größte Teil auf die Halbliterdose entfällt. Auch beim Tankbier konnte der Absatz leicht gesteigert werden, alle anderen Gebindearten sind rückläufig oder stagnieren. Der Fassbieranteil lag im Vorjahr bei 27,2 Prozent. Brauwirtschaft leidet unter hoher BiersteuerObwohl der Inlandsausstoß bei Bier 2008 sehr positiv verlief, kämpft die Branche weiterhin mit steigenden Kosten und der deutlich höheren Biersteuer als beispielsweise in Deutschland und Tschechien. „Die Konsumenten in Österreich werden mit einer unverhältnismäßig hohen Steuer von € 24,-- pro 100 Liter belastet – dies erzeugt einen enormen Druck auf die heimischen Brauereien“, so Liebl. Die Branche fordert deshalb bereits seit Jahren die unbedingte Angleichung an die benachbarten Biernationen. Außerdem setzen sich die Mittelstandsbrauereien für eine steuerliche Entlastung für Brauereien mit einem Jahresausstoß von 50.000 bis 200.000 hl ein, wie dies in Deutschland, Tschechien und der Slowakei der Fall ist – bis dato jedoch noch erfolglos. Schwierige Verhältnisse durch steigende KostenZusätzlich zur hohen Biersteuer kommt der Kostendruck auf die österreichischen Brauereien erschwerend hinzu. Liebl: „Die heimischen Brauereien litten auch 2008 wieder enorm unter der Steigerung der Produktionskosten in allen Bereichen. Die Teuerung bei Energie, Verpackungsmaterialien und Rohstoffen macht den Brauern enorm zu schaffen. Nicht zuletzt aufgrund der schwierigen Versorgungslage bei den Rohstoffen im Jahr 2007 sind viele Brauer längerfristige Kontrakte eingegangen und daher auch weiterhin, unabhängig von der aktuellen Marktsituation, mit relativ hohen Kosten konfrontiert.“
getraenke@dielebensmittel.at
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