|
|
| Bock auf Bier |
|
|
|
|
Mit dem Advent beginnt auch die 5. Jahreszeit der Bierbrauer: die Bockbier-Saison. Am Donnerstagabend konnten sich im Hotel „Das Triest“ zahlreiche Gourmets und Bierfreunde von der Vielfalt der heimischen Bockbiere überzeugen. Fünfzehn verschiedene Spezialitäten wurden auf Einladung des Verbandes der Brauereien Österreichs und unter fachkundiger Anleitung von Biersommelier-Weltmeister Karl Schiffner verkostet. Den krönenden Abschluss bildete das traditionelle Stacheln.
Kein anderes Bier hat so viele Ausprägungen, wie das Bockbier. Zu speziellen Jahreszeiten, wie Ostern und vor allem Weihnachten, präsentieren die heimischen Brauereien ihre feine Selektion an Starkbieren. Kaum ein Biertyp bietet eine solche Aromenvielfalt wie das Bockbier, dessen wichtigste Merkmale die sehr hohe Stammwürze von mindestens 16° und wenigstens sechs Volumsprozent Alkohol ist. „Die geschmackliche Fülle kann sich sehen lassen“, so DI Dr. Markus Liebl, Obmann des Verbandes der Brauereien Österreichs. „Die heimischen Brauer produzieren an die 50 Böcke in den verschiedensten Variationen. Mit der Bockbierverkostung wollen wir einen bunten Querschnitt durch die Spezialitäten geben.“ Biersommelier-Weltmeister Karl Schiffner beschreibt die Böcke so: „Das Spektrum reicht von grazilen, spitzen Düften in der Nase bis hin zu voluminösen sowie körperreichen Bieren, die bis zum Finale beim Dessert in Dörrobst-ähnliche Aromen übergehen.“ Von diesen Bockbieren konnten sich die Gäste überzeugen:
Hinter dem Starkbier mit dem Bock als Wappen steckt eine traditionsreiche Geschichte. Der Ursprung lag im Mittelalter, wo das kräftige Bier als Luxusware galt und über die Grenzen hinaus exportiert wurde. Um die nötige Haltbarkeit für die langen Transportwege zu erhalten, braute man ein Bier mit ungewöhnlich hoher Stammwürze und höherem Alkoholgehalt. Seitdem ist Bockbier fixer vorweihnachtlicher Bestandteil im Braujahr. Diese lange Tradition kam auch am Donnerstag nicht zu kurz: Das klassische Stacheln im Freien begeisterte die Gäste im Anschluss an die Bockbierverkostung. Mit einem heißen Eisenstachel, der in das Glas getaucht wird, bringen Bockbier-Freunde den Restzucker zum Karamellisieren und lassen die Kohlensäure entweichen. Während sich der Schaum leicht erhitzt, bleibt das Bier kalt und entwickelt einen einzigartigen Geschmack, der den perfekten Abschluss eines „bierigen“ Abends bildete. |
| weiter > |
|---|
| Newsletter |
|---|