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Hopfen für die Gesundheit PDF Drucken E-Mail

Hopfen schon im Altertum bekannt

Der Hopfen stammt aus Europa und Westasien. Schon die Griechen, Römer und Araber schätzten im Altertum den Hopfen als Heilmittel bei nervösen Störungen, bei Gallenfieber, zur Reinigung des Blutes und zur Förderung der Verdauung. Die Römer verzehrten den Hopfen auch als Gemüse.

 

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Hopfen für die Gesundheit

Hopfen als Heilmittel bei zahlreichen Krankheiten

Hopfen galt auch als Hilfsmittel gegen Verdauungsstörungen, Harnsäureablagerungen, Wasserstau, Appetitlosigkeit, sexuelle Übererregbarkeit und Schlaflosigkeit.

Die getrockneten weiblichen Blütendolden der kultivierten Hopfenpflanze (humulus lupulus), finden bei der Bereitung des Bieres ihre fast ausschließliche Verwendung. Aus einem verschwindend kleinen Teil gewinnt man für medizinische Zwecke das Hopfenmehl oder Lupulin. Hopfensprossen werden als Salat oder eine Art Spargelgemüse zubereitet. Die Stengel werden als Salat, Suppe oder Gemüse verarbeitet.

Moderne Wissenschaft schätzt die Hopfeninhaltsstoffe

Auch die moderne Wissenschaft weiß um die positiven Wirkungen der Hopfeninhaltsstoffe auf die menschliche Gesundheit und lässt immer wieder mit neuen Erkenntnissen aufhorchen. Sicher ist hingegen, dass das rund 7000 Jahre alte Getränk Bier die Medizin mehr denn je beschäftigt.

Neuen Untersuchungen zufolge ist der Hopfen mit dem Inhaltsstoff Xanthohumol das Gesundheits-As im Bier. Seit Jahren ist bekannt, dass Xanthohumol eine Substanz im Hopfen ist, die in der Vorsorge von Herzinfarkt, Schlaganfall, Alzheimer und Krebs eine entscheidende Rolle spielt.

So konnte erst kürzlich im Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg im Rahmen einer Studie nachgewiesen werden, dass Xanthohumol im Stande ist, auch in die Krebsentstehung einzugreifen. Wie der Hopfen genau wirkt, wird derzeit jedoch noch erforscht.

Vergleich mit Rotwein, Soja und Grünem Tee

Ein Vergleich mit den bekannten Schutzstoffen in Rotwein, Grünem Tee und Soja zeigt, dass die schützende Hopfenwirkung teilweise um das Hundertfache höher liegt, als bei den anderen Substanzen. Einen besonders günstigen Einfluss erwarten sich die Forscher bei der Bekämpfung von Brustkrebs, da sich bisher schon eine starke Wachstumshemmung auf die Zellen dieser Krebsart gezeigt hat.

Es soll auch deutliche Hinweise auf eine schützende Wirkung vor Prostatakrebs geben. In einer amerikanischen Studie mit 33.000 Ärzten konnte nachgewiesen werden, dass Männer, die regelmäßig Bier trinken (täglich einen Liter), um 60% weniger Prostata-Operationen haben als Vergleichsgruppen, die andere Getränke bevorzugen. Diese Erkenntnisse gelten auch für alkoholreduzierte und alkoholfreie Biere. Um absolute Gewissheit zu erlangen, ob Bier tatsächlich vor Krebs schützen kann, bedarf es allerdings noch vieler Studien und genauer Analysen.

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Hopfen für die Gesundheit

Europäisches Symposium zu Bier und Gesundheit bietet neue Erkenntnisse

Zweites "Beer and Health"- Symposium, Wien (18. Oktober 2001)

Das zweite "Beer and Health"- Symposium des Verbands der europäischen Brauereien fand am 18. Oktober 2001 in Brüssel statt. Internationale Wissenschaftler befassten sich dabei mit den Auswirkungen moderaten Bierkonsums auf die Gesundheit. Eine vielversprechende neue Erkenntnis betrifft die krebshemmende Wirkung von Bier durch ein natürliches Antioxidantium, das sich im Hopfen findet.

Natürliches Antioxidantium für die Krebsvorsorge

In Maßen getrunken, entfaltet Bier, vor allem durch seine Inhaltsstoffe Hopfen, Gerste und Malz, eine Reihe von positiven Eigenschaften.

Neueste Forschungsergebnisse zeigen einen positiven Effekt für die Krebsvorsorge. "Bier hat über 2000 Bestandteile, inklusive Folsäure, den Vitaminen des B-Komplexes (B1, B2, B12) und den Polyphenolen, die zur Gruppe der natürlichen Antioxidantien zählen", so Pilar Condoner Franch, von der Universität Valencia. Antioxidantien wiederum haben die Eigenschaft, freie Radikale binden zu können und wirken dadurch krebshemmend. Daneben sorgen Antioxidantien aber auch für ein reduziertes Herzinfarktrisiko und einen langsameren Zellalterungsprozess.

Dr. Norbert Frank, Wissenschaftler in der Abteilung für Toxikologie und Krebsrisikofaktoren am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg bestätigt: "Krebs wird durch viele verschiedene Faktoren, sowohl endogenen (z. B. genetische) als auch exogenen Ursprungs (UV-Strahlung, Ozon, Nikotin) verursacht. Unser Ziel war es, nach Inhaltsstoffen für die Krebs-Prävention zu suchen. Wir haben Bier, die Reststoffe des Brauereivorgangs und eine Reihe von natürlichen und semi-synthetischen Analoga sowie mit Hopfen in Verbindung stehende Bestandteile getestet und herausgefunden, dass Xanthohumol (XN) aus Hopfen jedenfalls ein viel versprechendes präventives Mittel gegen Krebs ist, wenn uns auch einige Aktivitäten heute noch nicht bekannt sind."

Grundsätzlich hält der menschliche Körper ein Gleichgewicht zwischen Oxidantien und Antioxidantien. Mit zunehmendem Alter des Menschen, verschiebt sich das Gleichgewicht jedoch zugunsten der Oxidantien. Um diesem Effekt gegenzusteuern, ist es vor allem bei älteren Menschen wichtig, auf einen Reichtum an natürlichen Antioxidantien in ihrer Ernährung zu achten.

 
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