| Von Bier-Tulpen und Märzen-Bechern... |
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Jahresbilanz 2005 - Bieriges AbsatzplusÖsterreich ist und bleibt ein „Bierland“ – das zeigt die erfreuliche Jahresbilanz 2005, die der Verband der Brauereien Österreichs im Rahmen der Jahres-Pressekonferenz präsentierte: Im Vorjahr wurden in Österreich pro Kopf rund 109 Liter Bier konsumiert. „Damit liegen wir um 0,4 Liter – also um mehr als ein Seiterl pro Österreicher - über dem Ergebnis 2004.“, freut sich Dipl.-Ing. Dr. Markus Liebl, Obmann des Verbandes der Brauereien Österreichs. Insgesamt konnte der Bierausstoß der heimischen Brauereien (inkl. alkoholfreies Bier und Export) im Jahr 2005 von rund 8,9 Mio. hl um 0,9 % auf knapp 9 Mio. hl gesteigert werden. Dabei machte der Absatz im Inland mit rund 95 % den Löwenanteil aus. Der Zuwachs in Österreich betrug insgesamt 0,6 % (2004: 8,42 Mio. hl, 2005: 8,48 Mio. hl).Der Export von österreichischem Bier stieg um 6,1 % von knapp 460.000 hl auf rund 490.000 hl, wobei Deutschland, Ungarn und Italien die wichtigsten Exportmärkte sind. „Bitte nachschenken“ bei Lager-/Märzenbier, Vollbier & frisch gezapftem BierBei den Biersorten blieb das helle, mild-hopfenbittere Lager-/Märzenbier auch 2005 der unangefochtene Favorit: Es konnte seinen Anteil am Inlandsmarkt sogar um 1,9 % auf 59,7 % noch weiter ausbauen. Insgesamt wurden 2005 über 5 Mio. hl von diesem Bier gebraut – um 4 % mehr als im Vergleichszeitraum. Am zweiten Platz fand sich, trotz eines mengenmäßigen Rückganges um 7 %, das Vollbier mit einem Inlandsmarktanteil von rund 19 %. Schankbier hielt 2005 mit einem Mengenzuwachs von 3,1 % bei einem Inlandsmarktanteil von rund 6 %. Der Absatz von alkoholfreien Bieren konnte im Vergleichszeitraum um 3 % gesteigert werden (Inlandsmarktanteil: 1,5 %).Gebinde2005 hält Bier aus Glasflaschen gemessen am Inlandsmarkt einen Anteil von 51 %. Mit einem Wachstum von beachtlichen 20 % machte sich in diesem Segment im Vorjahr allerdings ein Trend zur „kleinen, aber feinen“ 0,33-Liter-Flasche bemerkbar.Bier vom Fass behauptete sich 2005 mit einem Marktanteil von rund 29 % als fixer Bestandteil österreichischer Bierkultur in der Gastronomie. Insgesamt ist der Einweganteil leicht gestiegen; trotzdem ist Bier in Österreich nach wie vor die Getränkekategorie mit dem höchsten Mehrweganteil: im Jahr 2005 exakt 78 %. Und auch im internationalen Vergleich liegen die österreichischen Brauer beim Mehrweganteil im Spitzenfeld. 147 Braustätten in Österreich garantieren vielfältigen Biergenuss Die Konsumenten schätzen an den ca. 600 österreichischen Bieren vor allem die Qualität und Vielfalt. „Für die variantenreiche Auswahl zeichnen 63 heimische gewerbliche Braustätten und 84 Gasthausbrauereien verantwortlich.“ betont Dipl. Ing. Dr. Markus Liebl. Modernes Berufsbild „Brau- und Getränketechnik“Auf gemeinsame Initiative der Braubranche, der alkoholfreien Erfrischungsgetränkeindustrie und der Fruchtsaftindustrie wird seit 1.1.2006 die traditionsreiche Berufsbezeichnung „Brauer und Mälzer“ vom neuen Berufsbild „Brau- und Getränketechnik“ abgelöst. Damit trägt man den technologischen Innovationen in der Brauwirtschaft und Getränkeindustrie Rechnung. Ein großer Vorteil ist, dass Lehrlinge, die nach diesem neuen Berufsbild ausgebildet werden, sowohl in Brauereien als auch bei industriellen und gewerblichen Limonaden- und Fruchtsaftherstellern gefragt sind.Für jene Betriebe, die nicht das gesamte Berufsbild ausbilden können, ist ein Ausbildungsverbund von jeweils vier Wochen im zweiten und dritten Lehrjahr mit einem Betrieb der jeweils anderen Branche vorgesehen. FassbierUm den Kreislauf von Bierfässern künftig zu optimieren und vor allem auch um die missbräuchliche Verwendung zu vermeiden, hebt die österreichische Brauwirtschaft ab Mai 2006 ein Pfand in der Höhe von 30 Euro pro Fass ein. Bisher wurden in Österreich Bierfässer den Kunden zum Zweck des Transports und der Getränkelagerung als einzige Mehrweggebinde unbepfandet zur Verfügung gestellt, während in fast allen anderen europäischen Ländern auch auf Fässer ein Pfand eingehoben wird. In den letzten Jahren sehen sich die Brauereien verstärkt mit dem Schwund ihrer wertvollen Stahl-Fässer konfrontiert. Die Pfandeinhebung soll gezielt der missbräuchlichen Verwendung entgegenwirken und einen effizienteren und schnelleren Rücklauf der Gebinde gewährleisten.„Anwalt“ für österreichisches Bier1947 gegründet, vertritt der Verband der Brauereien Österreichs die Branche in der Wirtschaftskammer Österreich gegenüber Behörden, Sozialpartnern, anderen Interessenvertretern, politischen Parteien, Medien und der Öffentlichkeit. Die gemeinsamen Interessen der Brauereien rund um das Bier stehen im Mittelpunkt. Der Verband dient auch als Servicestelle und internationales Sprachrohr für alle Brauereien Österreichs und versteht sich zudem als „Anwalt“ aller österreichischen BiertrinkerInnen. |
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