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Bockbier und Stacheln PDF Drucken E-Mail

Bockbier gehört traditionell zum winterlichen Bierkulinarium. Passend zum Beginn der Adventzeit lud der Verband der Brauereien Österreichs ein, die geschmackliche Vielfalt dieser vollmundigen Biersorte kennen zu lernen. Zwölf verschiedene Spezialitäten unter den Weihnachtsböcken wurden Montagabend verkostet und von Bierpapst Conrad Seidl professionell kommentiert. Kulinarische Gaumenfreuden sowie die Vorführung einer alten Tradition – das Stacheln – rundeten das Programm ab.

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„Im Antrunk erfrischend spritzig und vordergründig mild und leicht, offenbart es anschließend eine ausgeprägte Balance intensiver Fruchtnoten mit Vanille- und Kräuternuancen, wobei der Abtrunk mit alkoholischer Wärme und blumigen Eindrücken überrascht“, so und ähnlich tönte es Montagabend aus dem Hofstöckl im Schlossquadrat. Die Rede ist von einem der zwölf verkosteten Bierspezialitäten, die Conrad Seidl in fachkundiger Weise für die Gäste der Bockbierverkostung beschrieb. 
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Geladen hatte der Verband der Brauereien Österreichs unter der Geschäftsführung von Mag. Jutta Kaufmann-Kerschbaum: „Die österreichische Bierlandschaft ist vielfältiger als leider noch mancherorts angenommen – der Konsument die Wahl zwischen 50 Bockbieren aus 36 österreichischen Brauereien. Bei der Verkostung ist es uns gelungen, die Teilnehmer für die bunte geschmackliche Vielfalt des Bieres zu sensibilisieren.“ Bockbier, auch Starkbier genannt, zeichnet sich vor allem durch seinen hohen Stammwürzegehalt aus, der mindestens 16° beträgt. Gebraut wird es meist zu besonderen Anlässen wie Ostern oder Weihnachten.  Folgende Biere wurden unter der Leitung von Conrad Seidl verkostet:
  • Mohren Bockbier
  • Original Stieglbock
  • Schremser Weihnachtsbräu
  • Gauder Bock
  • Villacher Festbock
  • Zipfer Stefanibock
  • Schwechater Zwickl-Doppelbock
  • Hochland Bio Honigbock
  • Samichlaus Bier
  • Triple 22
  • Edelweiss Gamsbock
  • Schlägl Doppel Bock 

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Highlight des Abends war das Stacheln im Hof des Schlossquadrats, präsentiert von Diplombiersommelier Reinhard Bayer, dem Braumeister der Stiftsbrauerei Schlägl. Das Stacheln von Bieren ist eine sehr alte Tradition der Schmiedezunft. Gasthäuser, die früher über große, offene Kamine verfügten, übernahmen diesen Brauch. An den Kaminen hingen Eisenstacheln, die sich aufgrund des Feuers stark erhitzten. Der heiße Stachel wird in das frisch gezapfte Bier getaucht, wodurch der im Bier verbliebene Restzucker karamellisiert und Kohlensäure entweicht, der Schaum ist heiß und das Bier bleibt kalt. Das Stacheln gibt dem Bier einen besonderen Geschmack, von dem sich die Verkostungsteilnehmer im Hof des Schlossquadrats überzeugen konnten. Ein Maronibrater, offenes Feuer und Fackeln umrahmten das vorweihnachtliche Ambiente und sorgten für gute Stimmung bei allen Teilnehmern.

 

 
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